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Ich, das Küstenkind

Wie schön: Der Blick auf die „Lange Anna“ vom Helgoländer Oberland aus. Foto: Buschmann

Berge, nein, die mag ich nun wirklich nicht. Ich bin ein Küstenkind, und das möchte ich bleiben. Berge zwängen mich ein. Ich habe eine große Wand vor mir und habe nicht diesen Blick von Weite, von Wegsein. Ihn jedoch habe ich, wenn ich am Strand stehe – egal, ob in Cuxhaven, auf Helgoland oder in Kühlungsborn.
Mehr muss schon immer mal wieder sein. Deshalb freue ich mich immer ganz besonders, wenn ich durch meine Arbeit als Journalist an die Küste komme. So wie in zwei Wochen, wenn ich für einen meiner Auftraggeber die Besonderheiten der Kommunalpolitik auf der größten ostfriesischen Insel Borkum erkunden darf. Es ist schrecklich, dass ich um vier Uhr aufstehen muss, aber alleine für das Gefühl auf einer Insel an der Küste zu sein nehme ich das alles in Kauf: zwei Stunden Anfahrt, zwei Stunden mit der Fähre am frühen Morgen und abends das Gleiche wieder retour. Wie gesagt: Küste muss sein, das habe ich im Blut. An Nord- und Ostsee.