, ,

Impressionen aus Vegesack

Bilder aus meinem Stadtteil

#heimatgucken – ich erlaube mir auch mal, einen Hashtag zu kreieren. Im Prinzip aber bedeutet dies nicht anderes als zu zeigen, woher ich komme. Da ich immer wieder gefragt werde, was denn an Bremen-Nord beziehungsweise Vegesack das Besondere sei, habe ich den letzten Tag des kalendarischen Sommers 2019 genutzt, um Impressionen einzufangen. Denn: So sehe ich meinen Stadtteil, er hat mich geprägt. Und natürlich meine Arbeit als Journalist.

, ,

#handwerkshübsch

Über die Umweg-Inspiration eines Hashtags

#handwerkshübsch. Hä? Können Sie sich darunter etwas vorstellen? Ich konnte es bis vor etwa einer Woche jedenfalls nicht – also bis Mitte September 2019. Macht eigentlich nichts, denn genau genommen gibt es diesen Hashtag nicht wesentlich länger. Dafür hat #handwerkshübsch bei mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. #handwerkshübsch hat mich zu einer Lokalgeschichte inspiriert. Die allerdings gilt es in den kommenden Wochen noch zu recherchieren und zu schreiben. Dies ist die Geschichte hinter #handwerkshübsch.

In Zeiten von Social Media sind digitale Netzwerke für uns Journalisten wichtig. Ich für meinen Teil verbringe deshalb einen guten Teil meiner Zeit damit, mich auf Facebook, Instagram und Twitter umzuschauen. Denn dort tummeln sich viele Menschen, die meiner Arbeit vielfältigen Input geben. Auf Facebook und Instagram folge ich unter anderem der Kollegin Anuschka Bačić. Sie ist „seit 2012 als Videojournalistin, Moderatorin und Videogestalterin tätig“, schreibt sie auf ihrer Webseite.

Vize-Freitag“

Die Kollegin präsentiert seit Anfang August jeden Donnerstag auf Facebook einen Videoblog, einen Vlog, den „Vize-Freitag“. Es gibt Geschichten mitten aus dem Leben, aber eben auch Berufliches. Und da Anuschka Bačić derzeit allwöchentlich für die Handwerkskammern der Region unterwegs ist, um Imagefilme über Handwerksbertriebe zu drehen, widmet sie sich eben auch diesem Teil ihrer Arbeit. Logisch!

Wir schreiben mittlerweile Anfang September. Stolz wie Bolle erzählt Anuschka Bačić, was ihr widerfahren ist: Michael Hoffschroer lobt in seinem Post auf www.handwerksmacher.de die Arbeit von Anuschka Bačić. Das macht mich neugierig. Der „Vize-Freitag“ gehört seitdem zum festen Donnerstagabend-Programm.

Es machte „Klick!“

Gestern, am 19. September, machte es „Klick!“: Ich dachte über Themen für den Oktober nach, denn ich bin drei Wochen lang für die Mediengruppe Kreiszeitung unterwegs. Da zu diesem Zeitpunkt in Bremen und Niedersachsen Herbstferien sind, macht es nämlich Sinn, sich schon einmal ein paar Gedanken über Themen zu machen.

#handwerkshübsch und die Vlogs haben mich zu einem Thema geführt: Ich möchte Unternehmen vorstellen, die sich frisch in den sozialen Netzwerken präsentieren. Damit versuchen die vornehmlich mittelständischen Betriebe, dem allgegenwärtigen Nachwuchsmangel zu begegnen. Ein Telefonat mit der Kollegen bringt mich weiter: Anuschka Bačić nennt mir ein paar Firmen, um die ich mich in den kommenden Wochen kümmern werde. So geht Lokaljournalismus auch.

, ,

Straßenumfragen gestern und heute

Nicole Giese-Kroner, künstlerische Leiterin des Syker Vorwerks, und Mitarbeiterin Claudia Bender, hatten viele Ideen zu „Knutschorten“. Foto: Buschmann

Auf Leute zugehen, anquatschen, Antworten aufschreiben, vielleicht noch ein Foto machen oder machen lassen – das ist das Wesen einer Straßenumfrage. Generationen von Journalisten wurden damit sozialisiert. Vor allem im Lokalen hatten Straßenumfragen ihren festen Platz, waren sie doch ein beliebtes Stilmittel um dem Volk aufs sprichwörtliche Maul zu schauen. Gleichzeitig waren Straßenumfragen ein beliebtes Mittel, sich mit dem Heimatort und der Lokalzeitung zu identifizieren.

Diese Zeiten sind längst vorbei. Dies merkte ich erst vor einigen Wochen, als ich in Rotenburg Menschen zum Thema Frühlingsgefühle befragen wollte. So recht antworten wollten nur wenige. Einigen war es peinlich, andere argumentierten, sie hätten keine Zeit, wieder andere möchten sich einfach nicht in der Zeitung und später online sehen. Und mit Bild schon gar nicht.

Kein Interesse

Nicht nur in Rotenburg war es der Fall, auch in Syke. Zur Erinnerung: Am 6. Juli war Tag des Kusses. Also hatten wir uns in der Redaktion darüber Gedanken gemacht, wie wir das Thema umsetzen. Ich bekam den Auftrag eine kleine Straßenumfrage zum Thema zu machen. „Da werden sicherlich ein paar Leute ‚rumlaufen“, sagte eine Kollegin. Was stellte ich jedoch fest? In der Hauptstraße waren einige Leute unterwegs; doch die meisten hatten schlichtweg kein Interesse, mir zu diesem Thema eine Antwort auf meine Fragen zu geben. Übrigens ging es um „Knutschorte“.

Plan B im Kopf haben

Was also tun? Wer als Journalist heute auf die Straße geht, muss immer einen Plan B im Kopf haben. Meine Strategie lautet: Nicht nur Menschen im öffentlichen Raum befragen. Es ist sinnvoll, auch an anderer Stelle zu fragen. Ich suchte im Rahmen meiner Kusstag-Umfrage beispielsweise die Bürgerinformation des Syker Rathauses aus. Die Damen dort waren zwar gewillt, etwas zu sagen, doch gerade zum Thema Knutschorte, fiel ihnen eher nichts ein. „Ich bin mit meinem Mann schon 28 Jahre zusammen, wir knutschen nicht mehr“, meinte eine der freundlichen Damen lachend.

Glücklicherweise hatte ich einen vorhergehenden Termin im Rahmen des Syker Ferienprogramm im Vorwerk. Die dortige künstlerische Leiterin Nicole Giese-Kroner und ihre Mitarbeiterin Claudia Bender unterhielten sich ganz ungezwungen mit mir über Knutschorte. Das Thema war gerettet.

, , , , ,

Umweltgerechtigkeit: Sperrig, aber wichtig

Die Weser soll für größere Schiffe ausgebaggert werden. Foto: Buschmann

Umwelt-Was? Umweltgerechtigkeit! Als mich meine Redakteurin der DEMO vor einigen Wochen bat, mir doch bitte über das Thema Gedanken zu machen, musste ich Grundlagenrecherche betreiben. Ehrlich gesagt: Ich hatte vorher von diesem Begriff gehört noch mich damit befasst. Inzwischen bin ich schlauer. Umweltgerechtigkeit hat das Umweltbundesamt in eine Definition gefasst und lässt sich hier nachlesen.
Themensuche
Das Wissen über Umweltgerechtigkeit heißt indes nicht, dies auch in ein griffiges Thema zu fassen. Ich überlegte hin und her, dann hatte ich es: Was ist eigentlich mit der Weser- und Elbvertiefung? Immerhin sind es in Bremen und Hamburg große Themen. Aber auch in Brake und Hannover, soweit es die Niedersachsen betrifft. Was ist mit den Folgen, die die Menschen entlang beider Flüsse zu tragen haben? Gehen durch die Vertiefungen vielleicht Existenzen kaputt? Müssen sich die Gemeinden an Elbe und Weser auf neue Lagen einstellen?
Meine Redaktion in Berlin gab grünes Licht und ich habe mich an die Recherche machen können – und die hat es in sich. So viel habe ich nach Gesprächen mit Betroffenen und Klägern, mit Umweltschutz-Verbänden und Kommunalpolitikern gelernt: Anstatt sich über eine gemeinsame Hafenstrategie Gedanken zu machen, sollen die beiden Flüsse auf Teufel komm heraus ausgebaggert werden.
Mulmiges Gefühl

Die Folgen für die Menschen an den Ufern treten in den Hintergrund. Was ist, wenn salzhaltigeres Wasser durch die höhere Fließgeschwindigkeit der Weser in die Marsch getragen wird? Was wird aus den Obstanbaugebieten im Alten Land? Was geschieht mit dem Gebiet um den Belumer Außendeich, das kein Vorland hat? Diese Fragen beschäftigen mich bei meiner Recherche und machen irgendwie ein mulmiges Gefühl.
Wie genau es sich damit verhält, ist nach den Sommerferien in der DEMOKRATISCHEN GEMEINDE zu lesen.

, ,

Kalkulation und Angebot, das unbekannte Wesen

„Machen Sie mir doch mal ein Angebot.“ Der Gesprächspartner am anderen Ende der Telefonleitung klingt erst einmal sympathisch. Und die Aufgabe hat es zwar in sich, aber sie scheint interessant zu sein. Nur dass es alles so schnell gehen soll, passt nicht so ganz in den Kram, wie wir in Norddeutschland sagen.
Ein Angebot will genau kalkuliert werden. Und zwar auch so, dass es seriös ist. Zudem muss noch Verhandlungsmasse da sein. Schließlich ist ein Angebot ja eine Grundlage für eine Diskussion. Zumindest habe ich es so während meiner Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann gelernt. Aber dieser Umstand, so habe ich in dieser Woche wieder einmal feststellen müssen, ist in der Medienwelt noch nicht angekommen.
Weil das Projekt ein ordentliches Brett zu bohren ist, habe ich eine Kollegin ins Boot geholt. Sie macht sich Gedanken über die Preise, wir sprechen darüber und sie schickt auch das Angebot ab. Und sie hat den Hut auf, wenn es denn klappt. Am Ende haben wir die Preise zu Papier gebracht, die Kollegin hat es sauber auf ihr Geschäftspapier geschrieben und abgeschickt. Per Mail natürlich, es soll ja zügig gehen. Parallel dazu habe ich den Termin für ein Meeting vereinbart.
Doch es kommt alles anders: Wir warten einen, zwei, drei Tage, ohne dass etwas vom potenziellen Geschäftspartner zu hören oder zu lesen ist. Am Vormittag bekommt die Kollegin eine Mail. Inhalt: „…vielen Dank für Ihr Angebot und die Mühe, die Sie sich damit gemacht haben. Leider kommt es für uns jedoch nicht in Frage. Dennoch war es sehr schön, Sie kennenzulernen.“ Minuten später wird auch das vereinbarte Meeting gestrichen. Begründung: „Mir ist leider etwas dazwischen gekommen.“
Was lehrt uns das? Erstens ist ein Anruf immer persönlicher, zweitens ist solch ein Vorgehen unseriös und drittens hat die andere Seite den Sinn eines Angebots nicht verstanden. Aber so ist es leider in der Medienwelt.

, , , , , , , , , ,

Ich bin’s aktualisiert

Es gibt auch noch andere Plattformen, auf denen ich zu finden bin. Dazu gehören die Freischreiber und Torial. Dort habe ich meine Profile aktualisiert. Auch Xing ist überarbeitet: