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…dann eben übers Netz

Zur Recherche gehört auch das Lesen von Papieren zum Thema. Fotos: Buschmann

Corona: Arbeiten vom Homeoffice aus ist anders als die Begegnung mit Menschen

Das Homeoffice: Fluch oder Segen? Diese Frage stellen sich angesichts des nun schon seit März 2020 anhaltenden Corona-Lockdowns immer mehr Menschen. Tausende von Arbeitnehmer*innen aller Branchen und aller Sektoren hat es in die heimischen vier Wände verschlagen. Die Medien beziehungsweise die Redaktionen sind davon nicht ausgenommen. Und wir Freien? Tja, wir arbeiten sowieso in der Regel im Homeoffice. Also nichts Neues? Im Grunde nicht. In den vergangenen knapp zwei Monaten hat sich jedoch gezeigt, dass sich etwas verändert hat: Es fehlt der Kontakt zu Menschen, zu Gesprächspartnern. Vieles erledige ich zwar per Telefon oder auch durch Recherchen im Internet. Dennoch gehört zu einem abgerundeten Berufsleben das Gespräch mit Protagonistinnen und Protagonisten dazu.

Höherer Kuschelfaktor muss sein

Verhalten, Ausdruck, Mimik: Dies alles zu ergründen, geht Aug-in-Aug-Gespräch viel besser als am Telefon oder via Webkonferenz mit Kamera. Beim Kontakt zu Menschen ist letztlich doch der Kuschelfaktor viel höher als am Telefon oder über Netz. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn ich im Lokalen ausgewählte Serien betreue. Dazu zählt vor allem das Format „Frühstück bei…“ für das Osterholzer Kreisblatt.

Warum meine Serie nicht stattfinden kann

Dass ich nicht in meine Rolle als „Frühstücksdirektor“ schlüpfen kann, wie mich ein Kollege gerne bezeichnet, hat mehrere Gründe:

  • Die in Niedersachsen und Bremen gültigen Allgemeinverfügungen untersagen es, Menschen in ihrem privaten Umfeld aufzusuchen. Zwar ist das Frühstück Arbeit und somit im Sinne der Allgemeinverfügung aufgehoben. Trotzdem verzichte ich darauf, um nicht die Familie meines jeweiligen Protagonisten und mich selbst gesundheitlich zu gefährden.
  • Wenn ich mit Menschen frühstücke, ist es möglich, dass wir den gebotenen Mindestabstand von eineinhalb bis zwei Metern nicht einhalten können. Dies habe ich im Laufe der vergangenen zweieinhalb Jahre, die ich diese Serie inzwischen betreue, erlebt: Zwischen mir und meinem Gesprächspartner betrug der Abstand knapp einen Meter.
  • Und dann ist da noch die Sache mit dem Foto: Der „Frühstücksdirektor“ bringt zum Termin nämlich stets eine Kollegin oder einen Kollegen der Abteilung Bildjournalist*in mit. Schließlich sollen die Fotos sozusagen aus dem prallen (Frühstücks-) Leben heraus entstehen.

Bei schönem Wetter findet das Homeoffice auf der Terrasse statt.

Wie geht es nach dem Lockdown weiter?

Jetzt stellt sich die Frage: Wie geht es weiter? Geplant ist laut Absprache der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, ab diesem Monat vorsichtig zu einem normalen Leben zurückzukehren. Soll heißen: Einige Maßnahmen des Lockdowns werden gelockert. Dies könnte mit viel Glück auch für die Medienredaktionen gelten. Dann werde ich ebenso versuchen, meine Frühstücksreihe wieder aufzunehmen. Natürlich mit den gebotenen Vorsichtsmaßnahmen.

Sollte dies nicht der Fall sein, bleibt mir wohl nichts anderes übrig als mich wie Tausende anderer Menschen auch in Geduld zu üben. Parallel dazu arbeite ich an anderen Geschichten. Die Idee eines Online-Frühstücks jedoch verfolgen wir erst einmal nicht weiter. Dies, so die Auffassung der Redaktionsleitung, kommt zu spät. Begründung: Zu Beginn des Lockdowns hätte es gut gepasst.

Von Covid19 haben wir noch lange etwas

Nun denn. Also mache ich mich zusätzlich auf die Suche nach anderen journalistischen Serien und Formaten. Eine ist übrigens schon angelaufen: „Ulf unkt“. In meiner Kolumne spieße ich für den „Nordanschlag“ das Alltagsleben in Bremen-Nord und umzu auf. In Ausgabe 1 geht es – wie sollte es anders sein – um den 1. Mai, den „Tag der Arbeit“.

Denn eines steht fest: Vielleicht werden wir in einigen Monaten den Lockdown etwas gelockert haben. Doch mit dem Virus werden wir noch einige Jahre leben müssen. Aber das habe ich ja schon aufgeschrieben.

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Das Déjà-vu

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In einem Boot

Landwirtschaft ist im Lokalen trotz aller Diskussionen ein Thema

Artgerechte Tierhaltung geht auch ohne das Bio-Siegel. Foto: Buschmann

Zugegeben, die Weihnachten 2019 ist schon wieder ein bisschen hin. Aber die Reportage, die ich für die Rotenburger Kreiszeitung geliefert habe, war eine für die Vorweihnachtszeit. Und: Sie hat für das kommende Jahr durchaus Bedeutung, geht es doch um den Umgang von uns Journalisten mit den Landwirten.

Nun muss der geneigte Leser dieser Zeilen wissen, dass die Rotenburger Kreiszeitung für ihre Berichterstattung die „Goldene Mistgabel“ der Landwirte bekommen hat. Ich wollte einmal wissen: Gibt es eigentlich Landwirte, die unser aller Weihnachtsbraten vor Ort produzieren. Ergebnis: Die gibt es. Die Tiere dort werden zwar nicht gleich hardcore-ökologisch groß, aber artgerecht.

Return of Invest

In knapp drei Stunden auf dem Hof von Anke und Günter Lütjens in Hemslingen habe ich einige Dinge gelernt; so zum Beispiel, dass es in Sachen Landwirtschaft kein Schwarz und kein Weiß gibt. Anders ausgedrückt: Die konventionellen Betriebe sind nicht die Bösen und die Biobauern automatisch die Guten. Hinzu kommt, dass ein Landwirt im Deutschland und der EU heute genau kalkulieren muss. Landwirtschaft hat genauso mit Kalkulation, Investition und Return of Invest zu tun, wie das Produzierende Gewerbe.

Landwirtschaft vor der Haustür

Dass Tierwohl und konventionelle Landwirtschaft kein Widerspruch sind, war für mich am Ende der Recherche klar. Dies alles steht für mich in gewissem Sinne in krassem Gegensatz zu dem, was in der öffentlichen Diskussion hier und da kolportiert wird. Ich schließe daraus, dass wir alle genauer hinschauen sollten – geht es doch um die Sicherung unserer Lebensgrundlagen. Hier haben wir Lokaljournalisten eine besondere Aufgabe. Schließlich findet Landwirtschaft quasi vor unserer Haustür statt.

Aber wir müssen auch zur Kenntnis nehmen, dass wir Lokaljournalisten eben keine ausgewiesenen Fachleute sind. Deshalb müssen wir uns (fort-) bilden. Aber Vorsicht, hier und da kommt es vor, dass der Grundsatz des Heranziehens mehrerer Quellen verletzt wird – frei nach dem Motto „Ruf doch mal beim Landvolk an und lass Dir das erklären“. So sollte es eigentlich nicht sein, aber die Kolleginnen und Kollegen stehen in der Regel unter solch einem Arbeitsdruck, dass ihnen meistens keine andere Möglichkeit bleibt.

Seiten füllen, Inhalte liefern

Leider ist es gerade in den Lokalredaktionen auf dem Land noch immer Normalität, dass die Kolleginnen und Kolleginnen gezwungen sind, eine bestimmte Anzahl von Beiträgen täglich zu schaffen. Die Herren über die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen erwarten entsprechenden Output. Dass hierzu auch eine gründliche Recherche notwendig ist, wird oftmals verkannt oder wissentlich ignoriert.

Im gleichen Boot

Vor diesem Hintergrund mutet es schon als eine gewissen Ironie an, dass Lokaljournalisten auf der einen und Landwirte auf der anderen Seite im übertragenen Sinne im gleichen Boot sitzen: Beide müssen sich immer wieder fragen lassen, warum denn ihre Produkte genau diesen Preis haben. Dass dahinter Arbeit steckt, verstehen viele Leute nicht. Sie möchten einerseits günstige Lebensmittel, aber auch keine Tiere aus Massenhaltung. Dass die Preise nur über Masse niedrig gehalten werden können, lernt jede Kauffrau beziehungsweise jeder Kaufmann während der Ausbildung. Insofern passt die Überschrift des Beitrags: „Qualität hat ihren Preis“.

Über uns Freie

Diese Aussage trifft auf der Medienseite noch mehr auf uns Freie zu. Wie ich in einem früheren Beitrag schon einmal beschrieben habe, zahlen die Medienhäuser üblicherweise Centbeträge je Zeile. Die Herren der betriebswirtschaftlichen Kennzahlen machen da keinen Unterschied, ob es sich um Schüler, pensionierte Lehrer oder Vereinsvorsitzende handelt, die nebenbei ein bisschen schreiben, handelt oder um freie Journalisten, die auf diese Weise ihren Lebensunterhalt verdienen.

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#handwerkshübsch

Über die Umweg-Inspiration eines Hashtags

#handwerkshübsch. Hä? Können Sie sich darunter etwas vorstellen? Ich konnte es bis vor etwa einer Woche jedenfalls nicht – also bis Mitte September 2019. Macht eigentlich nichts, denn genau genommen gibt es diesen Hashtag nicht wesentlich länger. Dafür hat #handwerkshübsch bei mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. #handwerkshübsch hat mich zu einer Lokalgeschichte inspiriert. Die allerdings gilt es in den kommenden Wochen noch zu recherchieren und zu schreiben. Dies ist die Geschichte hinter #handwerkshübsch.

In Zeiten von Social Media sind digitale Netzwerke für uns Journalisten wichtig. Ich für meinen Teil verbringe deshalb einen guten Teil meiner Zeit damit, mich auf Facebook, Instagram und Twitter umzuschauen. Denn dort tummeln sich viele Menschen, die meiner Arbeit vielfältigen Input geben. Auf Facebook und Instagram folge ich unter anderem der Kollegin Anuschka Bačić. Sie ist „seit 2012 als Videojournalistin, Moderatorin und Videogestalterin tätig“, schreibt sie auf ihrer Webseite.

Vize-Freitag“

Die Kollegin präsentiert seit Anfang August jeden Donnerstag auf Facebook einen Videoblog, einen Vlog, den „Vize-Freitag“. Es gibt Geschichten mitten aus dem Leben, aber eben auch Berufliches. Und da Anuschka Bačić derzeit allwöchentlich für die Handwerkskammern der Region unterwegs ist, um Imagefilme über Handwerksbertriebe zu drehen, widmet sie sich eben auch diesem Teil ihrer Arbeit. Logisch!

Wir schreiben mittlerweile Anfang September. Stolz wie Bolle erzählt Anuschka Bačić, was ihr widerfahren ist: Michael Hoffschroer lobt in seinem Post auf www.handwerksmacher.de die Arbeit von Anuschka Bačić. Das macht mich neugierig. Der „Vize-Freitag“ gehört seitdem zum festen Donnerstagabend-Programm.

Es machte „Klick!“

Gestern, am 19. September, machte es „Klick!“: Ich dachte über Themen für den Oktober nach, denn ich bin drei Wochen lang für die Mediengruppe Kreiszeitung unterwegs. Da zu diesem Zeitpunkt in Bremen und Niedersachsen Herbstferien sind, macht es nämlich Sinn, sich schon einmal ein paar Gedanken über Themen zu machen.

#handwerkshübsch und die Vlogs haben mich zu einem Thema geführt: Ich möchte Unternehmen vorstellen, die sich frisch in den sozialen Netzwerken präsentieren. Damit versuchen die vornehmlich mittelständischen Betriebe, dem allgegenwärtigen Nachwuchsmangel zu begegnen. Ein Telefonat mit der Kollegen bringt mich weiter: Anuschka Bačić nennt mir ein paar Firmen, um die ich mich in den kommenden Wochen kümmern werde. So geht Lokaljournalismus auch.

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Dem Verfall preisgegeben

Andreas Bovenschulte soll neuer Bremer Bürgermeister werden und die SPD aus dem Tief führen. Foto: Buschmann

Ein Blick auf den Zustand der SPD im Bund und in Bremen

Wo soll ich diesen Beitrag einsortieren? Erst wollte ich ihn unter Kommunalpolitik zuordnen. Doch dann habe ich mich dafür entschieden, die Rubrik Allgemeines zu nehmen, denn dieser Beitrag hat nicht ausschließlich kommunalpolitische Aspekte. Es geht um ein Thema, das mich seit Wochen umtreibt: um den Zustand der SPD. Wie schlecht es um sie bestellt ist, erlebe ich als Journalist auf allen Ebenen.

In diesem Fall betrifft es mich hingegen nicht nur als Medienmensch, ich bin mit einer erzwungenen Unterbrechung von etwa zwei Jahren seit 1985 Mitglied dieser Partei. Doch hineingewachsen in diesen Organismus bin ich schon von meiner Kindheit an. Mein Vater war Sozialdemokrat, Tanten und Onkel auch. Die Ideen und Werte der mehr als 150 Jahre alten Partei sind praktisch ein Stück meiner DNA mit all ihren guten Ideen, Widersprüchen und Brüchen.

Das Quietschen in der Seele

Was ich verstärkt seit der Bundestagswahl 2017 beobachte, tut mir weh. Oder wie ein alte Freundin einst meinte: „Es tut mir in der Seele quietschen.“ Ich sehe eine Partei, die den Kontakt zu den Menschen verloren hat. Vor allem ihre Kernwählerschaft erreicht sie nicht mehr. Welcher Facharbeiter, welcher Underdog wählt denn heute noch SPD? Die Ergebnisse der vergangenen Urnengänge im Bund, in Bremen und Europa sprechen Bände.

Und dann sehe ich Funktionäre, die viel mehr mit sich selbst beschäftigt sind als alles andere. Den Zustand hat beim letzten Bremer Landesparteitag am 6. Juli ein Mitglied gut beschrieben: „Wir gucken in den Abgrund.“ Ich gehe noch ein Stück weiter und bemühe das pathologische Bild: Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ist dem Verfall preisgegeben. Politikwissenschaftler sprechen längst davon, dass sie auf dem Weg zur Splitterpartei ist. Wie das aussieht, lässt sich sehr gut an den Umfragewerten in Sachsen ablesen. Dort ist die SPD längst einstellig. Die Vorstellung, dass sich die Partei in Wohlgefallen auflöst, tut mir innerlich weh.

Ursachen!?

Dass sich die SPD in den vergangenen Jahren nach unten gerockt hat, hat vielfältige Ursachen. Es geht um das Personal, um fehlende Antworten auf aktuelle gesellschaftliche, soziale und ökonomische Fragen und letztlich um die Unfähigkeit, die eigenen Inhalte zu vermitteln.

Januar 2017: Der damalige Parteivorsitzende Sigmar Gabriel kündigt an, nicht für die SPD als Kanzlerkandidat ins Rennen zu gehen. Stattdessen zaubert er Martin Schulz, den damaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments, aus dem Hut. Der soll das Kanzleramt von der CDU erobern. Obwohl das Verfahren aus meiner Sicht alles andere als konform mit der Parteisatzung ist, wird Martin Schulz nicht nur Kanzlerkandidat, sondern auch Parteivorsitzender – mit 100-prozentiger Zustimmung der Bundesparteitags-Delegierten.

Der „Schulz-Zug“, wie es die Kommunikationsstrategen nennen, nimmt Fahrt auf, wird jedoch von der eigenen Führungsriege brutal ausgebremst. Von Hannelore Kraft zum Beispiel. Sie ist zu diesem Zeitpunkt noch Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen. Martin Schulz, so weiß man heute, solle sich aus ihrem Wahlkampf mal schön heraushalten, gab sie ihm auf. Das Ergebnis ist bekannt: Frau Kraft verlor die Wahl krachend und hat sich danach aus der Politik zurückgezogen.

Doppelte Nulllösung Nahles

Aber das ist nicht der einzige Fehler der SPD-Führungsriege. Martin Schulz verliert am Ende die Bundestagswahl und wirft nach einem Jahr als Vorsitzender das Handtuch. Dann kommt Andrea Nahles. Sie war in der Großen Koalition von 2013 bis 2017 zwar eine Bundesarbeitsministerin mit einer glücklichen Hand, doch als Parteivorsitzende und Chefin der SPD-Bundestagsfraktion ist sie ein Totalausfall. Eine doppelte Nulllösung sozusagen. Ihre Gesangeinlagen im Bundestag und ihr Auftritt beim Wahlkampffinale für Bremen und Europa sind inzwischen legendär.

Nicht viel besser sieht es personell in Bremen aus. Carsten Sieling ist ein Bürgermeister, der im Großen und Ganzen einen guten Job gemacht hat. Er hat Ahnung und ist empathisch. Versammlungen mit ihm sind sogar richtig lustig. Doch die Außendarstellung ist grottenschlecht. Die Schuld liegt nicht beim Ex-Bürgermeister, sondern bei den für die Kommunikation zuständigen Menschen im Rathaus und der SPD-Landesorganisation.

Stummer Landesvorstand

Die Partei wird laut Satzung von einem Landesvorstand geführt. Doch de facto ist es der Landesgeschäftsführer, der allem Anschein nach schalten und walten kann wie er möchte. Niemand, weder die aktuelle Landesvorsitzende Sascha Karolin Aulepp, noch die zuständige Schatzmeisterin noch sonst irgendjemand scheinen gewillt, ihm auf die Finger zu schauen. Und politisch ist der Landesvorstand letztlich nichts weiter als der verlängerte Arm von Rathaus und Fraktion. Eigene Akzente setzt diese Führungsriege schon lange nicht mehr. Diese Apathie zieht sich durch bis in die Ortsvereine. Mobilisierung und den Menschen in den Quartieren zugewandte Aktivitäten gibt es fast nicht.

Das Narrativ der sozialen Gerechtigkeit

Wohl 80 Prozent der Zuhörer, die die SPD erreichen möchte, schalten inzwischen auf Durchzug, wenn es wieder einmal darum geht, soziale Gerechtigkeit zu schaffen. Dieses Narrativ haben die Führungsfiguren in Bund und Land ausgetreten. Es ist ausgelutscht! Ein anderes Thema, nein, das gibt es nicht. Martin Schulz hat es mit seiner Forderung nach Respekt versucht und ist grandios gescheitert. Dabei liegen die anderen Fragen der Zeit praktisch vor den Füßen der Sozialdemokratie: Digitalisierung, die Stadt der Zukunft, demografischer Wandel, Veränderungen der Konfliktlinien in der Politik. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Dass sich die Menschen bei den größtenteils akademisch geführten Diskussionen nicht mehr abgeholt fühlen, ist da kein Wunder. Eben jenes muss geschehen, damit die die Tante SPD wieder auf die Füße kommt.

Aber es sind nicht nur die Themen, mit denen sich die Partei schwer tut. Es ist auch die Vermittlung ihrer Inhalte. Das beste Beispiel für den Griff ins Klo ist die Kampagne der Bremer SPD zur Bürgerschaftswahl. „Wir lieben Bremen“ ist aus kommunikationstechnischer Sichtweise so aussagekräftig wie ein trockenes Stück Brot mit ranziger Butter darauf. Eine Kollegin brachte es vor einiger Zeit auf den Punkt: Der SPD-Claim erinnere sie an Edeka. Dort heißt es „Wir lieben Lebensmittel“. Das blasse Blau der Kampagne erinnert mich zudem an eine Slipeinlage – oder an den Himmel, in den die Partei bald aufsteigt, wenn sie tot ist.

Es gibt Hoffnung

Wie geht es weiter? Ich blicke dabei auf eine Zeile der polnischen Nationalhymne. „Noch ist Polen nicht verloren“, heißt es dort. Analog zum Zustand der deutschen Sozialdemokratie muss es also heißen: „Noch ist die SPD nicht verloren.“ Um sich selbst wieder Leben einzuhauchen, sollte sich die Partei zuerst auf ihre alten Stärken besinnen. Das ist das Kommunale. Nicht umsonst holen SPD Kandidaten selbst in CDU-dominierten Regionen bei Kommunalwahlen Bürgermeisterposten und Ratsmehrheiten.

Bremens designierter Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat es beim Landesparteitag auf den Punkt gebracht: „Die letzten fünf Jahre als Bürgermeister in Weyhe waren noch einmal eine richtige Lehrzeit. Ich war jeden Tag nah dran: Was ist das Problem, wie kann die Lösung aussehen?“ Dazu gehöre es aber auch, dass die Sozialdemokratie im Lokalen verankert sei: in Vereinen, Gewerkschaften, Elternvertretungen, Stadtteilen und Quartieren. Für die SPD sei es an der Zeit, das Vertrauen der Menschen vor Ort zurück zu gewinnen.

Wenn das geschehen ist, muss ein neues Parteiprogramm her – mit Antworten für die Zukunft. Die ist etwas komplexer als das ausgelatschte Narrativ der sozialen Gerechtigkeit. Übrigens wird es der CDU genauso ergehen wie der SPD.

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Eine Recherche zum Thema Pflege

Dienst am Menschen – das ist der traditionelle Begriff von „Pflege“ – in der Alten- genauso wie in der häuslichen und Krankenhauspflege. Die Wissenschaft hat längst neue Standards definiert, doch dieses Weltbild ist längst noch nicht in allen Bereichen angekommen. Ausbeutung, Mobbing, unregelmäßige Dienstpläne und ausgebrannte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind heute noch an der Tagesordnung.

Die Bundesregierung übertrifft sich derweil selbst mit einer Pflegeoffensive nach der anderen. Aber was kommt unten an? Wie ist die Lage in den Einrichtungen? Dies möchte ich durch meine Recherche für die ROTENBURGER KREISZEITUNG herausfinden. Ich bin auf der Suche nach Menschen, die offen oder anonym über ihren Alltag sprechen möchten. Es geht um gute Beispiele genauso wie schlechte.

Wer mit mir sprechen möchte, darf mich anschreiben: unter der E-Mail-Adresse recherche@ulf-buschmann.de oder über die Messengerdienst Telegram und Signal. Natürlich sind auch Anrufe, Briefe oder ein Fax möglich. Die Nummern finden sich im Impressum.

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Denkt doch mal groß!

Wenn sich Ressorts in der Kommunalpolitik nicht abstimmen – Eine Polemik über Bremen-Vegesack

Das Vegesacker Bad muss dringend saniert oder neu gebaut werden. Foto: Buschmann

Der Bremer Stadtteil Vegesack – eigentlich ist es hier ganz schön. Gleichwohl gibt es eine Reihe von Problemlagen. Sie zu lösen ist Aufgabe von Politik und Verwaltung. Deren Akteure jedoch lassen leider allzu oft den Blick fürs Große und Ganze vermissen. Bestes Beispiel dafür ist die Diskussion darüber, ob das Freizeitbad Fritz Piaskowski neu gebaut werden soll oder ob es eine umfangreiche Sanierung tut. Gleich nebenan tut sich das nächste Problem auf: Der ehemalige Sportplatz hinterm Bad soll eine Kita bekommen und die angrenzende Sporthalle Ist so marode, dass auch sie neu gebaut werden müsste – bis auf die Fassade, denn die steht unter Denkmalschutz. Achja: Ein Neubau der Grundschule Fährer Flur muss auch noch her!

Gemengelage

Soweit die Gemengelage. In der öffentlichen Diskussion hingegen spielen die Kita und die marode Sporthalle zumindest so gut wie keine Rolle. Kein Wunder, denn hier hängen zwei Ressorts zusammen, die sich allem Anschein nach nicht wirklich abstimmen zu scheinen: Einerseits das Sportressort mit den Bremer Bädern, das sich um Halle und Schwimmbad sorgen sollte. Zuständige Senatorin: Anja Stahmann (Grüne). Um die neue Kita in Verbindung mit der Grundschule Fährer Flur kümmert sich Claudia Bogedan (SPD). Sie ist Senatorin für Kinder und Bildung. Und mittendrin sozusagen als Scharnier: die städtische Grundstücksverwaltung Immobilien Bremen (IB). Ein Eigenbetrieb.

Denkgrenzen

Die öffentliche, sich in den lokalen Medien niederschlagende Diskussion läuft so: Sozial- und Sportressort mit Bremer Bädern denken darüber nach, wie die Zukunft des Bades aussehen könnte. Aussagen über die Halle gibt es nicht. Ähnlich läuft es aus der Richtung des Kinder- und Bildungsressorts: Was wird aus der Schule, wie soll die Kita mit Krippe aussehen? Von dort richtet sich der Blick ebenso wenig nach links und rechts. Immobilien Bremen lässt noch durchblicken, dass sie zumindest für das Hallenproblem keine (Planungs-) Kapazitäten haben. Und dass eigentlich alle Beteiligten kein Geld haben, ist eh schon klar.

Ausweg in Sicht!?

Ausweg? Nicht in Sicht. Dabei liegt zumindest ein Teil der Lösung förmlich auf der Straße. Oder sollte es. Die könnte etwa so aussehen: Die Beteiligten setzen sich an einen Tisch und planen gemeinsam eine Art von Quartierszentrum. Da gibt es eine neue, moderne Sporthalle, ein modernes Schwimmbad und gleich dabei Kitas und Schule. Hinzu kommen Bewegungsräume, Büros, Sozialräume und so weiter. Eben alles das, was für solche ein Zentrum notwendig ist.

Vorteile für alle

Das alles hat übrigens einen konkreten Hintergrund: Solch ein Projekt kann und darf auf keinen Fall ohne die Vereine vor Ort geplant werden. Sie müssen bei der Planung und Konzeption beteiligt werden. Damit lassen die sprichwörtlichen mehreren Fliegen mit einer Klappe schlagen: Kita, Krippe und Schule könnten ihre Kinder zur Bewegung animieren und die Vereine haben endlich die Möglichkeit, zeitgemäße Angebote zu machen.

Natürlich sind noch viele Fragen offen, die geklärt werden müssen. Dabei geht‘s darum zu schauen was möglich ist – und nicht gleich zu sagen, was nicht geht.

Die Halle an der Fritz-Wildung-Straße ist längst marode. Auch hier gilt: Ein Neubau muss her. Foto: Buschmann

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Erste Leichen

Der Überfall auf zwei Angestellt der Volksbank Bremen-Nord ist fast 25 Jahre her. Foto: Buschmann

Als 1994 zwei Volksbank-Mitarbeiter Opfer eines brutalen Überfalls werden, bin ich vor Ort

Im April 1994 wurden zwei Mitarbeiter der Volksbank Bremen-Nord Opfer eines brutalen Banküberfalls. Knapp 25 Jahre später rekonstruiert der Norddeutsche Rundfunk (NDR) die Geschehnisse. DIE NORDDEUTSCHE berichtet über die Dreharbeiten in Bremen-Lesum. Das weckt bei mir Erinnerungen – eine Rekonstruktion.

Es ist Freitagnachmittag, der 7. April 1994. Ich arbeite in der Bremen-Nord-Redaktion des WESER-KURIER. Ich bin kein Redakteur, sondern freier Mitarbeiter. Meine Artikel für die Ausgabe am Sonnabend sind fertig, ich bin schon dabei, meine Sachen zusammenzupacken. Ich freue mich aufs Wochenende, denn enge Freunde werden am nächsten Tag in der St. Martini-Kirche in Bremen-Lesum heiraten.

Gegen 15.30 Uhr ist es mit der Freude aufs Wochenende und die Hochzeitsfeier vorbei. Ein Anruf aus der damaligen Redaktion Lokales/Landespolitik rüttelt die Redaktion wach: Auf die Geschäftsstelle der Volksbank Bremen-Nord an der Hindenburgstraße/Ecke Lesmonastraße habe es einen Überfall gegeben. Zwei Mitarbeiter seien getötet worden. Einer müsse von dort für die Sonnabend-Ausgabe des WESER-KURIER berichten. Ich erkläre mich bereit hinzufahren. Die Kollegen halten die Stellung.

Bankangestellte hingerichtet

Als ich am Ort des Geschehens ankomme, ist der Auflauf groß. Sämtliche damals in der Stadt vertretenen Medien sind da. Ich informiere mich zuerst bei der Polizei und dem Bankvorstand über das Geschehen. Demnach war ein Mann kurz vor Schließung der Geschäftsstelle um 14.30 Uhr von hinten in die Räume eingedrungen. Anschließend erschoss er die beiden Bankangestellten. Sie seien mit aufgesetzten Kopfschüssen regelrecht hingerichtet worden, erinnere ich mich an die Stellungnahme der Polizei.

Die Umstände der Tat lassen niemanden kalt – weder die Kollegen noch mich. Und noch weniger die Beteiligten. Die beiden anwesenden Volksbank-Vorstände sind den Tränen nahe. Auch dem damals zuständige Einsatzleiter der Polizei, der damals Leiter des Abschnitts Bremen-Nord ist, steht das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. „Ich bin seit 25 Jahren Polizist, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagt er. Ähnlich ergeht es den beteiligten Kräften des Roten Kreuzes, die ich durch meine ehrenamtliche Arbeit als Führungskraft dort persönlich kenne. „Da war nichts zu machen“, flüstert mir einer der Rettungsassistenten ins Ohr.

Eine Blutlache

Während wir Medienmenschen auf neue Informationen warten, kann ich ein Blick ins Innere der Geschäftsstelle erhaschen. Männer in weißen Overalls sichern Spuren. Sie bewegen sich vorsichtig. Von den Leichen ist zu diesem Zeitpunkt zumindest von außen nichts zu sehen. Ob sie bereits abtransportiert sind, weiß ich nicht. Was ich aber sehe, ist eine riesige Blutlache. Mich schaudert es. Mehr aktuelle Informationen gibt es vor Ort nicht. Ich fahre zurück in die Redaktion.

Als ich in die Tür komme, kommt mir einer der Kollegen gerade entgegen. Die komplette Mannschaft ist dort geblieben. Ich berichte aus Lesum. Je mehr ich erzähle, desto bleicher wird der eine Kollege. Das Geschehen jetzt ins Redaktionssystem zu schreiben, erweist sich als echte Herausforderung. Zum Glück muss ich einer Kollegin im Pressehaus nur zuliefern. Ich halte kurz inne und schreibe meine Zeilen in gut 30 Minuten runter. Als ich fertig bin, schicken mich meine Nordbremer Kollegen nach Hause.

Meine erste PTBS

Als ich dort ankomme, bahnt sich der innerliche Stress seine Bahn. Habe ich in der Redaktion ein paar Tränen weggedrückt, so muss ich jetzt heulen. Aus heutiger Sicht ist es wohl die erste Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), die ich da gerade durchmache. Ich verzichte aufs Abendessen und schlafen kann ich in der folgenden Nacht auch nicht richtig. Ähnlich geht es der Kollegin aus dem Pressehaus, mit der ich an diesem Tag zusammenarbeite. Sie hat auch Wochenenddienst.

Zum Glück geht es mir im Laufe des Tages wieder besser, sodass die Hochzeit meiner Freunde auch für mich ein schönes Ereignis wird. Was für mich an diesem Sonnabend indes etwas komisch ist: Die St. Martini-Kirche liegt nur etwa 400 Meter Luftlinie von der Geschäftsstelle der Volksband entfernt.

Fassungslose Bankangestellte

Was sich in der Woche darauf in den Geschäftsstellen der Volksbank abspielt, ist für mich auch heute noch unbegreiflich. In der Hauptstelle an der Vegesacker Gerhard-Rohlfs-Straße spricht niemand. Alle Mitarbeiter sind geschockt. Wer es nicht unbedingt muss, vermeidet den Kundenkontakt, um nicht reden zu müssen.

Eine gute Bekannte, die ebenfalls in der Volksbank-Hauptstelle arbeitet, ist an diesem Montag gar nicht zu gebrauchen. Wir treffen uns gelegentlich zum Mittagessen. Dabei geht es sonst recht lustig zu. Doch an diesem Tag bekommt sie kein Wort raus. Ständig muss sie weinen. Daran ändert sich auch in den darauffolgenden Tagen nichts. Die Volksbank Bremen-Nord bucht im WESER-KURIER großformatige Todesanzeigen. Und am Tag der Trauerfeier sind alle Geschäftsstellen geschlossen.

Noch lange ist diese Tat Gesprächsthema in Bremen-Nord. Doch irgendwann entschwinden die Ereignisse aus dem öffentlichen Bewusstsein. Erst jetzt rekonstruiert der NDR das Ganze. Und die Geschäftsstelle der Volksbank wird nie wieder eröffnet werden.

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Eine andere Normalität

Lokaltermine bei Selbsthilfegruppen zeigen, wie Menschen mit Handicap und ihre Angehörigen den Alltag meistern

Es gibt Termine für uns Lokaljournalisten, die sind eben Termine. Wie sie hundertfach im Berufsalltag vorkommen. Eine Ausschusssitzung, eine Zusammenkunft eines Bremer Stadtteilbeirates oder etwas Offizielles wie die Grundsteinlegung für ein Einkaufszentrum. Sie sind redaktionelle Routine. Und dann sind da die Lokaltermine, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dazu zählen die Besuche von Selbsthilfegruppen. Sie bringen Menschen zusammen, deren Alltag anders ist als der der meisten anderen Zeitgenossen.

Lokaltermine bei Selbsthilfegruppen sind etwas Besonderes – auch für Bildjournalisten. Foto: Buschmann

An diesem Nachmittag steht ein Treffen mit der Selbsthilfegruppe Down-Syndrom im Landkreis Osterholz auf dem Programm. Leider sind nur zwei Kinder und drei Erwachsene ins Haus der Lebenshilfe an der Bahnhofstraße in Osterholz-Scharmbeck gekommen. Aber egal, auch wenige Menschen können mir als interessiertem Lokaljournalisten Einblick in ihren Alltag geben.

Zweifacher Eindruck

Es ist eine andere Normalität für diese Menschen. Sie und ihre Angehörigen stellen sich darauf ein. Es ist eine (Lebens-) Leistung, die mich schon nach kurzer Zeit zweifach beeindruckt – weil sich die werdenden Eltern für das werdende Kind entschieden haben und weil sie trotz eines kleinen Menschen mit Einschränkungen ihren Alltag organisieren. Von Traurigkeit ist nichts zu spüren, im Gegenteil: Die Stimmung ist gut, es wird viel gelacht. Eine der beiden Mütter bringt das Leben mit ihrer inzwischen siebenjährigen Tochter auf den Punkt: „Sie ist ein Geschenk.“

Die beiden Mädchen sind quirlig. Zuerst spielen sie mit den vielen Tennisbällen, dann fliegen die Kissen durch die Gegend durch die Gegend und schließlich stehen Brettspiele und Legosteine im Mittelpunkt ihres Tuns. Es sind eben Kinder, nur mit dem Down-Syndrom. Offiziell heißt diese Krankheit, eine Genommutation Trisomie 21. Genaue Erklärungen gibt es auf der Internetseite des Deutschen Down-Syndrom Infocenters.

Alles unter einem Hut

Dass diese Diagnose für die werdenden Eltern logischerweise ein Schock ist, daraus machen die beiden Mütter keinen Hehl. Natürlich sei es schwer gewesen, doch inzwischen sei es für die Familien eben Alltag. So viel Alltag, dass Mama, Papa und die Geschwister gar nicht mehr daran denken, dass eines der Kinder mit Einschränkungen leben muss. Was mich an diesem Nachmittag ebenfalls beeindruckt: In die sprichwörtliche Watte werden die Kinder nicht gepackt und die Mütter versuchen, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen.

Eine Mutter fängt demnächst wieder als Aushilfe in ihrem Beruf als Krankenschwester im Kreiskrankenhaus zu arbeiten, die eine bewirbt sich. Beide Frauen haben den Anspruch, ihrem alten und neuen Arbeitgeber, verlässliche Mitarbeiter zu sein. Auch das gehört zur etwas von der Norm abweichenden Normalität dieser Familien. Hut ab vor ihnen.